Sodbrennen beim Hund – Ursachen, Symptome und Hausmittel

Dein Hund hat Schmerzen beim Schlucken, einen erhöhten Speichelfluss und schmatzt viel? Das sind häufige Anzeichen für Sodbrennen. Bestimmt kennst du das unangenehme Brennen im Hals und Brustkorb aus eigener Erfahrung. Durch eine angepasste Ernährung und geeignete Maßnahmen lassen sich die Beschwerden häufig lindern. Wir zeigen dir, welche Ursachen Sodbrennen haben kann und auf welche Anzeichen du achten solltest.

Ofrieda, 25.08.2023 – Letzte Überprüfung: 18.06.2026

Kapitelübersicht

Wann tritt Sodbrennen beim Hund auf?

Ursachen – Was verursacht Sodbrennen beim Hund?

Symptome – Sodbrennen beim Hund erkennen

Diagnose – Hat dein Hund Sodbrennen?

Therapie – Was tun, wenn der Hund Sodbrennen hat?

Unsere Empfehlung – Leichte Kost für unbeschwerten Genuss

Medikamente bei Sodbrennen

Unterschätze Gefahr – Folgen von unbehandeltem Sodbrennen

Die 10 häufigsten Fragen zu Sodbrennen beim Hund

Sodbrennen beim Hund verhindern – Praktische Tipps zur Vorbeugung

Wann tritt Sodbrennen beim Hund auf?

Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure die Speiseröhre deines Hundes reizt. Wenn dein Hund frisst, beginnt gleichzeitig die Produktion von Magensäure. Das Futter gelangt durch die Speiseröhre in den Magen deines Hundes. Am Anfang des Magens sorgt ein Schließmuskel (der Sphinkter) dafür, dass die Nahrung nicht zurück in die Speiseröhre gelangt.

 

Wenn der Schließmuskel nicht richtig funktioniert, gelangt der Nahrungsbrei mit Magensäure in die Speiseröhre. Die Magensäure reizt die Schleimhaut der Speiseröhre und Sodbrennen (gastroösophagealer Reflux) entsteht. Die Funktion des Sphinkters kann durch verschiedene Faktoren beeinträchtigt werden, sodass Mageninhalt leichter in die Speiseröhre zurückgelangt.

Sodbrennen oder Reflux beim Hund?

Die Begriffe Reflux und Sodbrennen werden häufig gleichbedeutend verwendet. Reflux ist der richtige Begriff für den Rückfluss der Magensäure in die Speiseröhre. Sodbrennen ist ein Symptom, das dabei auftritt und wird beim Menschen typischerweise als brennendes Gefühl im Brustbereich oder Hals beschrieben. Umgangssprachlich bezeichnet der Begriff Sodbrennen den Rückfluss der Magensäure. Deshalb nutzen wir den Begriff für ein einfacheres Verständnis dieses Beitrags.

Sodbrennen beim Hund vs. Sodbrennen beim Menschen

Sowohl für Menschen als auch für Hunde ist das schmerzhafte Gefühl bei Sodbrennen sehr unangenehm. Der Unterschied ist, dass die Speiseröhre des Hundes nahezu waagerecht liegt, wodurch die Magensäure schneller zurücklaufen kann. Zusätzlich produzieren Hunde mehr Magensäure, um zum Beispiel auch Knochen zu verdauen. Doch glücklicherweise gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern.

Ursachen – Was verursacht Sodbrennen beim Hund?

Sodbrennen beim Hund hat verschiedene Ursachen. Am häufigsten entsteht Sodbrennen durch den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre (Reflux). Das passiert, wenn der Schließmuskel am Mageneingang geschwächt ist oder nicht mehr richtig funktioniert. Auch andere Erkrankungen, bestimmte Fütterungsfaktoren und Stress können Sodbrennen beim Hund begünstigen.

Geschwächter Schließmuskel am Mageneingang

Ein kleiner Muskel am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen verhindert normalerweise, dass Magensäure zurück in die Speiseröhre fließt. Wenn dieser Muskel geschwächt ist oder nicht richtig arbeitet, kann aggressive Magensäure leichter in die Speiseröhre zurückfließen. Manche Hunde besitzen von Natur aus einen schwächeren Schließmuskel. Er kann sich aber auch aufgrund von Erkrankungen oder im Alter verschlechtern.

Überschüssige Magensäure und verzögerte Magenentleerung 

Wenn dein Hund mehr Magensäure produziert, als er für die Verdauung benötigt, kann überschüssige Magensäure in die Speiseröhre zurückfließen. Dort kommt es zu Reizungen und Sodbrennen. Aber auch eine zu geringe Magensäureproduktion kann dazu beitragen, dass Nahrung länger im Magen verbleibt. Das erhöht den Druck im Mageninneren, was den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre begünstigt.

Erkrankungen

Auch verschiedene Erkrankungen können Sodbrennen beim Hund begünstigen. Dazu gehören unter anderem:

Zwerchfellbruch
chronisches Erbrechen
Magenschleimhautentzündung (Gastritis)
Allergien und Unverträglichkeiten
Hormonstörungen
angeborene Fehlbildung der Speiseröhre
Vergiftungen
Autoimmunerkrankungen
Viruserkrankungen

Falsche Fütterung

Häufig können auch Fütterungsfaktoren zu Sodbrennen beim Hund beitragen. Futter mit schwer verdaulichen Zutaten (zum Beispiel Knochen), Zucker oder einem hohen Fettgehalt kann die Verdauung belasten. Dadurch können Refluxbeschwerden begünstigt werden. Auch Essensreste, stark gewürzte Speisen und sehr große Futterportionen können den Magen-Darm-Trakt deines Hundes zusätzlich belasten.

Häufige Futterumstellungen können den Verdauungstrakt deines Hundes belasten und Sodbrennen begünstigen. Damit sich dein Hund an das neue Futter gewöhnt, solltest du die Umstellung schrittweise und langsam durchführen. So kann sich der Verdauungstrakt deines Hundes besser an die neue Fütterung anpassen. Weitere Infos zur Futterumstellung beim Hund findest du in diesem Beitrag.

Auch die Uhrzeit der Fütterung spielt eine wichtige Rolle. Wenn dein Hund immer zur gleichen Uhrzeit sein Futter bekommt, gewöhnt er sich an diesen Rhythmus. Die Produktion der Magensäure beginnt dann bereits vor der Fütterung. Fütterst du deinen Hund beispielsweise immer um 8 Uhr morgens, beginnt die Magensäureproduktion schon vorher. Bekommt dein Hund sein Futter deutlich später als gewohnt, kann dies bei empfindlichen Hunden Verdauungsbeschwerden begünstigen. Ein geregelter Tagesablauf und möglichst gleichmäßige Fütterungszeiten können daher dazu beitragen, den Verdauungstrakt zu entlasten.

Stress

Auch Stress kann Sodbrennen beim Hund auslösen. Hunde reagieren sensibel auf Veränderungen wie zum Beispiel einen Umzug oder den Verlust einer Bezugsperson. Stress kann verschiedene Verdauungsprozesse beeinflussen und bei manchen Hunden zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Dadurch kann die Verdauung verlangsamt werden, wodurch Nahrung länger im Magen verbleibt. Das kann den Rückfluss von Mageninhalt in die Speiseröhre begünstigen. Dort können Nahrung und Magensäure die Schleimhaut reizen und Sodbrennen verursachen.

Weitere Risikofaktoren für Sodbrennen

Übergewicht erhöht den Druck auf den Magen und kann den Sphinkter (Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre) schwächen. Das begünstigt den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre und erhöht das Risiko für Sodbrennen.

Während einer Narkose kann sich der Sphinkter entspannen, wodurch der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre begünstigt werden kann. Außerdem können Narkosemittel die Magen-Darm-Bewegungen beeinflussen und eine langsamere Magenentleerung begünstigen.

Verschluckte Fremdkörper können den Magen-Darm-Trakt reizen und Entzündungen verursachen. Dadurch können Verdauungsprozesse beeinträchtigt und Refluxbeschwerden begünstigt werden.

Eine Medikamentenunverträglichkeit bei Hunden kann zu Beschwerden im Magen-Darm-Trakt führen. Zusätzlich können manche Medikamente die Magenfunktion beeinflussen oder die Schleimhaut reizen. Dadurch können Magen-Darm- und Refluxbeschwerden begünstigt werden.

Diese Hunde sind besonders oft betroffen

Sodbrennen kann bei jedem Hund auftreten. Ob Sodbrennen bei bestimmten Rassen häufiger auftritt, ist nicht bekannt. Allerdings können junge Hunde häufiger betroffen sein, da sich die Funktion des Schließmuskels am Mageneingang noch entwickelt.

Hunde mit einem Zwerchfellbruch, auch als Zwerchfellhernie bekannt, sind häufiger von Sodbrennen betroffen. Das Zwerchfell ist eine muskuläre Trennwand zwischen Brust- und Bauchhöhle. Ein Zwerchfellbruch kann dazu führen, dass sich ein Teil des Magens oder sogar der gesamte Magen in den Brustkorb verlagert. Dadurch kann die Funktion des Schließmuskels zwischen Magen und Speiseröhre beeinträchtigt werden, wodurch der Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre begünstigt wird. Dieser Zustand wird als Hiatushernie bezeichnet und gilt als eine häufige Ursache für Sodbrennen bei Hunden mit einem Zwerchfellbruch.

Symptome – Sodbrennen beim Hund erkennen

Die Anzeichen für Sodbrennen beim Hund sind unterschiedlich. Manche Hunde zeigen deutliche Anzeichen von Unwohlsein oder Schmerzen, andere zeigen kaum Symptome. Die Beschwerden treten sofort nach dem Fressen oder erst einige Stunden danach auf. Daher ist es nicht einfach, Sodbrennen sofort zu erkennen. Wenn dein Hund eines oder mehrere der folgenden Symptome zeigt, hole dir tierärztlichen Rat ein.

Mögliche Anzeichen für Sodbrennen beim Hund

wiederholte Schluckversuche, Leerschlucken, Schluckbeschwerden

Aufstoßen, wiederholter Schluckauf

vermehrter Speichelfluss (Ptyalismus)

übermäßiges Schmatzen, Kieferklappern

Würgen, Erbrechen von (gelblichen) Schaum oder Schleim

hektisches Ablecken von Gegenständen, dem Boden, der Pfoten und der Nase (Licky fits)

Strecken von Kopf und Hals (kann auf Schmerzen hindeuten)

Gebetshaltung, gekrümmte Körperhaltung (kann auf Bauchschmerzen hindeuten)

vermehrtes Trinken und erhöhter Durst

häufiges Fressen von Gras oder Erde

Verdauungsprobleme (Blähungen, Durchfall, Verstopfungen, Magengrummeln)

Nahrungsverweigerung, Appetitlosigkeit

saurer Mundgeruch

Husten

Diagnose – Hat dein Hund Sodbrennen?

Die Anzeichen für Sodbrennen sind nicht eindeutig, weshalb eine Diagnose schwierig ist. Wenn es deinem Hund schlecht geht und er mehrere Symptome von Sodbrennen zeigt, solltest du ihn tierärztlich untersuchen lassen. Dort findet zuerst eine Allgemeinuntersuchung statt und du wirst zu den Beschwerden deines Hundes befragt. Anschließend können Röntgen- und Ultraschallaufnahmen Aufschluss geben. Manchmal ist auch eine Speiseröhrenspiegelung (Ösophagoskopie) oder Magenspiegelung (Gastroskopie) nötig. Bei Hunden mit wiederkehrenden Beschwerden können dabei Entzündungen, Geschwüre oder Verengungen der Speiseröhre festgestellt werden.

Wann du mit deinem Hund in die Tierklinik fahren solltest

Sodbrennen ist nicht immer ein Grund für einen Besuch in der Tierklinik. Viele Hunde fressen Gras oder trinken vermehrt Wasser, wodurch die Beschwerden häufig wieder abklingen. Allerdings kann häufiges Sodbrennen die Speiseröhre reizen und ein Anzeichen für andere Erkrankungen sein. Zeigt dein Hund mehrere Anzeichen für Sodbrennen oder Unwohlsein, hole dir tierärztlichen Rat ein. Denn Fremdkörper im Magen-Darm-Trakt oder Erkrankungen wie eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) können ähnliche Symptome verursachen. Lasse die Beschwerden deines Hundes im Zweifel tierärztlich abklären.

Diese Fragen werden beim Besuch in der Tierklinik häufig gestellt:

Welche Beschwerden hat dein Hund?

Seit wann und wie oft hat dein Hund die Beschwerden?

Hatte dein Hund schon mal Anzeichen für Sodbrennen?

Erbricht sich dein Hund häufiger?

Frisst dein Hund vermehrt Gras oder Erde?

Was fütterst du aktuell und wie viele Mahlzeiten bekommt dein Hund?

Fütterst du Leckerlis? Wenn ja, welche und wie häufig?

Hast du an der Fütterung kürzlich etwas geändert?

Hat dein Hund eventuell Abfall, Medikamente, Fremdkörper oder giftige Substanzen gefressen?

Behandlung – Was tun, wenn der Hund Sodbrennen hat?

Das Ziel der Behandlung ist die Besserung von Schleimhautverletzungen in der Speiseröhre sowie die Beruhigung des Magens und der Verdauung. Dazu ist die Diagnose der Ursache für das Sodbrennen wichtig. So kann die Ursache gezielt behandelt werden. Wir zeigen dir verschiedene Maßnahmen und Hausmittel, die deinen Hund bei akuten Beschwerden unterstützen können. Außerdem erklären wir dir, was bei der Fütterung wichtig ist, um den Verdauungstrakt langfristig zu entlasten.

Prognose – Gute Aussicht auf schnelle Linderung

In vielen Fällen lassen sich die Beschwerden gut kontrollieren, wenn die Ursache erkannt wird. Eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und mehrere kleine, bekömmliche Mahlzeiten können den Verdauungstrakt entlasten. Zusätzlich können Medikamente zur Linderung der Beschwerden eingesetzt werden. Dadurch kann das Risiko weiterer Reizungen oder Schädigungen der Speiseröhre reduziert werden. Chronisches Sodbrennen kann die Schleimhaut der Speiseröhre schädigen und langfristig zu weiteren Beschwerden führen. Daher ist eine tierärztliche Abklärung und gegebenenfalls Behandlung sinnvoll.

Soforthilfe – Was du bei akutem Sodbrennen tun kannst

Wenn dein Hund akut unter Sodbrennen leidet, biete ihm ausreichend Wasser an und animiere ihn zum Trinken. Manche Hunde trinken bei Beschwerden vermehrt und wirken danach entspannter. Auch Grasfressen wird bei Hunden mit Verdauungsbeschwerden häufig beobachtet. Wenn du Bedenken wegen möglicher Verunreinigungen auf Wiesen hast, kannst du deinem Hund alternativ Katzengras anbieten. Vermeide Stress und sorge für ausreichend Ruhephasen.

Manche Hundehalter berichten außerdem von guten Erfahrungen mit kleinen Mengen Zwieback oder geriebenem Apfel. Die Verträglichkeit solcher Hausmittel kann jedoch individuell unterschiedlich sein. Wenn dein Hund Zwieback oder Äpfel nicht verträgt, solltest du diese Lebensmittel nicht füttern.

Hat dein Hund starke Beschwerden, solltest du tierärztlichen Rat einholen. Je nach Ursache können Medikamente eingesetzt werden, um die Beschwerden zu lindern oder die Schleimhaut zu schützen.

Diese Hausmittel helfen deinem Hund bei Sodbrennen

Einige Hausmittel werden traditionell bei Magenbeschwerden eingesetzt. Wie gut sie bei Hunden mit Sodbrennen wirken, ist jedoch nicht in allen Fällen wissenschaftlich untersucht.

Kartoffelsaft wird seit Langem als Hausmittel bei Magenbeschwerden verwendet. Bereits der Zürcher Arzt Maximilian Oskar Bircher-Benner empfahl Kartoffelsaft bei Magenproblemen. Zudem zeigte eine Studie von Prof. Dr. med. Sigrun Chrubasik (Universität Freiburg / Universität Sydney), dass frisch gepresster Kartoffelsaft Menschen mit Sodbrennen unterstützen kann. (Quelle: Uniklinik Freiburg) Ob sich diese Ergebnisse auf Hunde übertragen lassen, ist bislang nicht ausreichend untersucht. Wenn du Kartoffelsaft verwenden möchtest, solltest du ausschließlich frische Kartoffeln ohne grüne Stellen oder Keime verwenden, da diese erhöhte Mengen des natürlichen Giftstoffs Solanin enthalten können.

Auch Karotten oder Karottensaft gelten als gut verträgliche Bestandteile einer schonenden Fütterung. Manche Hundehalter berichten von positiven Erfahrungen bei Magen-Darm-Beschwerden. Die Verträglichkeit kann jedoch individuell unterschiedlich sein.

Darüber hinaus werden milde Tees wie Fenchel- oder Anistee gelegentlich angeboten. Achte dabei darauf, dass der Tee vollständig abgekühlt ist.

Weitere Hausmittel

Auch Heilerde wird gelegentlich als Hausmittel bei Magenbeschwerden eingesetzt. Ihr wird nachgesagt, Säure binden zu können und Mineralstoffe zu liefern. Wissenschaftliche Untersuchungen zur Anwendung bei Hunden mit Sodbrennen sind jedoch begrenzt.

Ulmenrinde wird von vielen bei Magen-Darm-Beschwerden verwendet. Mit Wasser vermengt entsteht ein dickflüssiger Schleim, der die Schleimhäute überziehen kann. Welche Auswirkungen dies auf Beschwerden wie Sodbrennen hat, kann individuell unterschiedlich sein.

Haferflocken lassen sich mit Wasser zu einem Haferschleim verarbeiten. Dieser wird häufig als gut verträglicher Bestandteil einer schonenden Fütterung eingesetzt. Manche Hundehaltenden berichten von positiven Erfahrungen bei Magenbeschwerden.

Schonkost – Die richtige Ernährung bei Sodbrennen

Die Ernährung deines Hundes kann bei Sodbrennen eine wichtige Rolle spielen. Ein gut verträgliches Futter kann dazu beitragen, den Verdauungstrakt zu entlasten. Verzichte bei der Fütterung möglichst auf Knochen oder andere schwer verdauliche Futtermittel. Greife stattdessen zu einem Futter mit leicht verdaulichen Zutaten, wie zum Beispiel Reis und einem moderaten Fettgehalt. Zu viel Fett kan die Magenentleerung verlangsamen und dadurch Refluxbeschwerden begünstigen.

Teile das Futter in vier bis fünf Mahlzeiten pro Tag auf. So werden lange Fresspausen vermieden und die einzelnen Portionen fallen kleiner aus. Viele Hunde kommen mit mehreren kleinen Mahlzeiten über den Tag verteilt gut zurecht. Füttere außerdem möglichst zu regelmäßigen Zeiten. Ein regelmäßiger Fütterungsrhythmus kann die Verdauung unterstützen. Weiche Trockenfutter vor der Fütterung ein, damit es leichter aufgenommen werden kann. Generell sollte dein Hund ausreichend trinken. Eine gute Flüssigkeitsaufnahme ist wichtig für die normalen Verdauungsprozesse. Wenn du deinen Hund belohnen möchtest, biete ihm gut verträgliche und weiche Leckerlis an. Dazu zählen beispielsweise auch unsere Softsnacks aus Insekten und Süßkartoffel.

Sodbrennen beim Hund kann auch ein Anzeichen für Allergien oder Unverträglichkeiten sein. Liegt eine Futtermittelallergie oder -unverträglichkeit vor, kann eine angepasste Fütterung dazu beitragen, den Verdauungstrakt zu entlasten.

 

Je nach Ursache können beispielsweise ein Allergiker-Hundefutter oder eine fettreduzierte Schonkost infrage kommen. Welche Fütterung geeignet ist, sollte individuell beurteilt werden.

Fütterung bei Sodbrennen: Darauf solltest du achten

leicht verdauliches und fettreduziertes Futter (zum Beispiel Schonkost)

bei Allergien oder Unverträglichkeiten: individuell angepasste Fütterung, z. B. ein geeignetes Allergiker-Hundefutter

keine Knochen oder andere schwer verdauliche Lebensmittel

mehrere kleine Mahlzeiten am Tag und möglichst keine langen Fresspausen

auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme achten

weiche und leicht verdauliche Snacks und Leckerlis wählen

Unsere Empfehlung – Gut verträgliche Schonkost

Unsere Sorte Schonkost enthält Reis als leicht verdauliche Basis. Die Rezeptur kombiniert Insekten, Reis und Karotten und zeichnet sich durch einen moderaten Fettgehalt aus. Dadurch eignet sie sich besonders für Hunde, die gut verträgliche Nahrung benötigen. Die schmackhafte Rezeptur wird von vielen Hunden gerne angenommen. Unser Alleinfuttermittel versorgt deinen Hund mit allen wichtigen Nährstoffen und eignet sich für die tägliche Fütterung.

Dein Hund verträgt keinen Reis? Dann kann unser Hundefutter der Sorte Patentrezept eine Alternative sein. 

Medikamente bei Sodbrennen

Zur Behandlung von Sodbrennen können je nach Ursache verschiedene Medikamente eingesetzt werden. Sie können die Beschwerden häufig rasch lindern, sollten jedoch nur nach tierärztlicher Empfehlung und nicht dauerhaft verabreicht werden. Die sogenannten Säurehemmer binden Magensäure oder verringern deren Produktion. Dadurch kann die Belastung der Speiseröhre reduziert werden. Allerdings greifen diese Medikamente in die Verdauungsprozesse deines Hundes ein. Das kann zu Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt führen.

Medikamente zur Behandlung von Sodbrennen

Die folgenden Dosierungsangaben dienen lediglich zur Orientierung. Kläre die Verabreichung von Medikamenten und die richtige Dosierung unbedingt tierärztlich ab.

Omeprazol

Omeprazol gehört zur Gruppe der Protonenpumpen-Hemmer. Das bedeutet, dass das Medikament die Produktion der Magensäure hemmt. Die verringerte Magensäureproduktion kann dazu beitragen, die Beschwerden zu lindern. Omeprazol wird oral verabreicht. Die genaue Dosierung sollte tierärztlich festgelegt werden. Als Orientierung werden bei ausgewachsenen Hunden häufig 0,5 bis 1 mg pro kg Körpergewicht einmal täglich angegeben. Omeprazol kann zu Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen und Blähungen führen. Weitere mögliche Nebenwirkungen sind Übelkeit und Erbrechen.

Sucralfat

Sucralfat ist ein Aluminium-Salz, das zum Schutz der Schleimhaut eingesetzt wird. Nach der Einnahme bildet sich ein Schutzfilm auf der Schleimhaut, der diese vor weiterer Reizung schützen kann. Das Medikament wird oral verabreicht. Die genaue Dosierung sollte tierärztlich festgelegt werden. Als Orientierung werden bei ausgewachsenen Hunden häufig 20 bis 40 mg pro kg Körpergewicht zwei- bis dreimal täglich angegeben. Sucralfat kann zu Verstopfung und Erbrechen führen.

Pantoprazol

Pantoprazol gehört ebenfalls zur Gruppe der Protonenpumpenhemmer. Wie andere Vertreter dieser Wirkstoffgruppe verringert es die Produktion von Magensäure. Pantoprazol wird intravenös oder oral verabreicht. Die genaue Dosierung sollte tierärztlich festgelegt werden. Als Orientierung werden bei ausgewachsenen Hunden häufig 0,5 bis 1 mg pro kg Körpergewicht einmal täglich angegeben. Durch die verringerte Magensäureproduktion kann es zu Verdauungsbeschwerden wie Durchfall, Blähungen oder Verstopfung kommen. Auch Erbrechen zählt zu den möglichen Nebenwirkungen von Pantoprazol.

Cimetidin

Cimetidin gehört zur Gruppe der H2-Rezeptor-Antagonisten und verringert die Produktion von Magensäure. Das Medikament wird oral verabreicht. Die genaue Dosierung sollte tierärztlich festgelegt werden. Als Orientierung werden bei ausgewachsenen Hunden häufig 5 bis 10 mg pro kg Körpergewicht alle sechs bis zwölf Stunden angegeben. Durch die verringerte Magensäureproduktion können vermehrt Bakterien im Magen überleben. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen unter anderem Verdauungsbeschwerden.

Ranitidin

Ranitidin gehört ebenfalls zur Gruppe der H2-Rezeptor-Antagonisten und verringert die Magensäureproduktion. Das Medikament wird oral verabreicht. Die genaue Dosierung sollte tierärztlich festgelegt werden. Als Orientierung werden bei ausgewachsenen Hunden häufig 0,5 bis 2 mg pro kg Körpergewicht zweimal täglich angegeben. Im Vergleich zu Cimetidin wird Ranitidin in einigen Quellen als wirksamer beschrieben. Dennoch kann die verringerte Magensäureproduktion Auswirkungen auf normale Verdauungsprozesse haben. In seltenen Fällen wurden zudem Funktionsstörungen der Leber beobachtet.

Famotidin:

Famotidin ist ein weiteres Medikament aus der Gruppe der H2-Rezeptor-Antagonisten. Es kann unter anderem zur Behandlung von Magengeschwüren eingesetzt werden und verringert die Produktion von Magensäure. Das Medikament wird oral verabreicht. Die genaue Dosierung sollte tierärztlich festgelegt werden. Als Orientierung werden bei ausgewachsenen Hunden häufig 0,1 bis 1 mg pro kg Körpergewicht ein- bis zweimal täglich angegeben. Bei der Verabreichung von Famotidin kann es zu Appetitlosigkeit, Durchfall, Erbrechen und trockenen Schleimhäuten kommen.

Folgen von unbehandeltem Sodbrennen

Unbehandeltes Sodbrennen kann langfristig zu weiteren Beschwerden und Folgeerkrankungen führen. Wiederkehrender Reflux kann die Speiseröhre schädigen. Die Magensäure reizt die Schleimhaut und kann unter anderem zu Schluckbeschwerden führen. Chronischer Reflux kann die Schleimhaut der Speiseröhre dauerhaft schädigen, sodass sich Geschwüre oder Vernarbungen entwickeln können.

Chronische Pyrosis (gastroösophageale Refluxkrankheit)

Chronische Pyrosis, gastroösophageale Refluxkrankheit (GER) genannt, entsteht durch wiederkehrenden Reflux. Die Symptome sind ähnlich wie bei akutem Sodbrennen. Manche Hunde zeigen kaum Beschwerden, während andere unter Aufstoßen, Schluckbeschwerden oder vermehrtem Speichelfluss leiden. Bei Hunden mit GER wird häufig auf eine fettarme beziehungsweise fettreduzierte Fütterung geachtet. Durch die wiederholte Reizung der Schleimhäute kann sich eine Entzündung der Speiseröhre entwickeln.

Speiseröhrenentzündung (Ösophagitis)

Eine Speiseröhrenentzündung entsteht, wenn die Magensäure die Schleimhäute angreift. Dadurch können Geschwüre, Blutungen und Vernarbungen der Speiseröhre entstehen. Diese können zu einer Verengung der Speiseröhre (Strikturen) führen, wodurch der Nahrungsfluss behindert wird. Oft kommt es zu Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Weitere Symptome einer Speiseröhrenentzündung sind Schluckstörungen, wiederholte Schluckversuche, Aufstoßen, vermehrter Speichelfluss, Würgen und sogar Fieber. Die Symptome ähneln denen einer gastroösophagealen Refluxkrankheit, weshalb eine Unterscheidung der Erkrankungen schwierig sein kann. Während einer Endoskopie lassen sich Veränderungen der Schleimhaut erkennen, die auf eine Speiseröhrenentzündung hinweisen können. Bei einer Ösophagitis ist häufig eine individuelle Behandlung mit Medikamenten erforderlich. In einigen Fällen wird auch eine vorübergehende Anpassung der Fütterung in Betracht gezogen. Dies solltest du jedoch unbedingt mit der Tierklinik abstimmen.

Asthma und Atembeschwerden

Da Speise- und Luftröhre im Rachen eng miteinander verbunden sind, kann bei Sodbrennen Mageninhalt in die Atemwege gelangen. Dies kann die Schleimhäute reizen und Husten sowie Atembeschwerden verursachen. In schweren Fällen können auch Entzündungen der Atemwege oder der Lunge begünstigt werden. Fahre bei starkem oder anhaltendem Sodbrennen deshalb in die Tierklinik, um die Ursache abklären und mögliche Folgeerkrankungen frühzeitig erkennen zu lassen.

Die 10 häufigsten Fragen zu Sodbrennen beim Hund

Sodbrennen kann für Hunde sehr unangenehm sein. Wir beantworten die häufigsten Fragen zum Thema Sodbrennen beim Hund, damit du Beschwerden, Ursachen und mögliche Maßnahmen besser einordnen kannst.

Was kann ich meinem Hund gegen Sodbrennen geben?

Viele Hunde vertragen mehrere kleine Mahlzeiten mit leicht verdaulichen Zutaten und einem moderaten Fettgehalt gut. Ein geeignetes Futter enthält beispielsweise Insekten und Reis. Manche Hundehalter setzen außerdem Hausmittel wie Kartoffelsaft oder Haferbrei ein. Die Wirkung solcher Hausmittel bei Hunden ist jedoch nicht in allen Fällen wissenschaftlich untersucht. In schweren Fällen können Medikamente eingesetzt werden, die die Magensäureproduktion beeinflussen oder die Schleimhaut schützen. Sprich die Gabe solcher Medikamente immer tierärztlich ab, um sicherzugehen, dass sie für deinen Hund geeignet sind.

Wie erkenne ich, dass mein Hund Sodbrennen hat?

Dein Hund zeigt dir durch sein Verhalten, dass etwas nicht stimmt. Häufiges Schlucken, Aufstoßen oder Lecken nach dem Fressen können Anzeichen für Sodbrennen sein. Auch Husten, Unruhe und Appetitlosigkeit können darauf hindeuten, dass Sodbrennen die Ursache der Beschwerden sein könnte. Achte auf das Verhalten deines Hundes – es gibt dir wichtige Hinweise auf sein Wohlbefinden.

Was tun bei Magenübersäuerung beim Hund?

Beschwerden durch Magensäure können für Hunde sehr unangenehm sein. Häufig wird zunächst die Fütterung überprüft und gegebenenfalls angepasst. Viele Hunde kommen mit mehreren kleineren Mahlzeiten und einem moderaten Fettgehalt gut zurecht. Manche Hunde profitieren außerdem von ausreichend Ruhe nach der Fütterung. Halten die Beschwerden an oder treten sie regelmäßig auf, solltest du tierärztlichen Rat einholen. Je nach Ursache können auch Medikamente eingesetzt werden.

Was kann ich meinem Hund rezeptfrei gegen sauren Reflux geben?

Wenn dein Hund unter saurem Reflux leidet, möchtest du ihm natürlich schnell helfen. Zur Behandlung von Sodbrennen und Reflux kommen je nach Ursache verschiedene Medikamente infrage. Dazu zählen beispielsweise Säurehemmer wie Omeprazol, Pantoprazol, Cimetidin, Ranitidin oder Famotidin sowie schleimhautschützende Präparate wie Sucralfat. Welche Medikamente geeignet sind, hängt jedoch von der Ursache und dem Gesundheitszustand deines Hundes ab. Bevor du deinem Hund rezeptfreie Mittel oder andere Medikamente gibst, solltest du deshalb immer tierärztliche Rücksprache halten. Tierärztinnen und Tierärzte können beurteilen, welche Behandlung für deinen Hund geeignet ist und die richtige Dosierung festlegen.

Was passiert in der Tierklinik bei Sodbrennen?

In der Tierklinik wird dein Hund zunächst gründlich untersucht, um die Ursache der Beschwerden festzustellen. Je nach Befund können weitere Untersuchungen wie Ultraschall, Röntgen oder eine Spiegelung von Speiseröhre und Magen notwendig sein. Anschließend können Medikamente eingesetzt werden, die die Produktion von Magensäure verringern oder die Schleimhaut schützen. Je nach Ursache kann auch eine Anpassung der Fütterung empfohlen werden. Die weitere Behandlung richtet sich nach dem Ergebnis der Untersuchung und den individuellen Beschwerden deines Hundes.

Was füttern, wenn der Hund übersäuert ist?

Wenn dein Hund Sodbrennen hat, wird häufig auf eine gut verträgliche Fütterung geachtet. Viele Hunde kommen mit leicht verdaulichen Zutaten wie Reis, Insektenprotein oder gekochtem Huhn gut zurecht. Je nach Ursache können auch spezielle Diätfuttermittel infrage kommen. Häufig wird zudem auf einen moderaten Fettgehalt geachtet, da fettreiche Mahlzeiten Refluxbeschwerden begünstigen können. Mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt werden von vielen Hunden gut vertragen. Welche Fütterung geeignet ist, hängt jedoch immer von der Ursache der Beschwerden und den individuellen Bedürfnissen deines Hundes ab.

Was neutralisiert Magensäure?

Zur Behandlung von Sodbrennen können verschiedene Medikamente eingesetzt werden, die die Magensäureproduktion beeinflussen oder die Schleimhaut schützen. Manche Hundehalter setzen außerdem Hausmittel wie Kartoffelsaft oder Haferflocken ein. Die Wirkung solcher Hausmittel bei Hunden ist jedoch nicht in allen Fällen wissenschaftlich untersucht. Treten die Beschwerden regelmäßig auf, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden. Je nach Ursache kann auch eine Anpassung der Fütterung sinnvoll sein.

Was sind die Ursachen von Sodbrennen beim Hund?

Sodbrennen beim Hund kann viele Ursachen haben. Manchmal spielen Fütterungsfaktoren eine Rolle. Beispielsweise können sehr fettreiche Mahlzeiten Refluxbeschwerden begünstigen. Aber auch Stress, Übergewicht oder bestimmte Medikamente können Sodbrennen auslösen. In einigen Fällen steckt eine anatomische Besonderheit wie ein Zwerchfellbruch dahinter. Wenn dein Hund häufiger unter Sodbrennen leidet, ist es wichtig, gemeinsam mit tierärztlicher Hilfe nach der Ursache zu suchen.

Kann Stress Sodbrennen beim Hund verursachen?

Stress kann bei manchen Hunden Verdauungsbeschwerden und Refluxbeschwerden begünstigen. Veränderungen im Alltag, ungewohnte Situationen oder andere Belastungen können sich auf den Verdauungstrakt auswirken. Schaffe für deinen Hund deshalb eine ruhige und entspannte Umgebung, in der er sich sicher fühlt. Halten die Beschwerden an oder treten sie regelmäßig auf, solltest du tierärztlichen Rat einholen.

Kann Sodbrennen beim Hund gefährlich werden?

Bleibt Sodbrennen über einen längeren Zeitraum bestehen, können Entzündungen der Speiseröhre oder Geschwüre entstehen. Deshalb ist es wichtig, Beschwerden frühzeitig zu erkennen und tierärztlich abklären zu lassen. Eine frühzeitige Untersuchung kann dazu beitragen, mögliche Folgeerkrankungen rechtzeitig zu erkennen und die Ursache der Beschwerden festzustellen.

Tipps für die Fütterung und den Alltag bei empfindlichen Hunden

Bestimmte Fütterungs- und Haltungsmaßnahmen können dazu beitragen, den Verdauungstrakt zu entlasten und mögliche Risikofaktoren für Sodbrennen zu reduzieren.

Viele achten auf gut verträgliche und leicht verdauliche Futtermittel. Dazu zählt beispielsweise auch unsere Sorte Schonkost.

Verzichte möglichst auf Essensreste und stark gewürzte Speisen.

Teile das Futter in mehrere kleinere Mahlzeiten auf und halte möglichst regelmäßige Fütterungszeiten ein.

Sorge für ausreichend Ruhephasen und vermeide unnötigen Stress.