Durchfall beim Hund – Erste Hilfe, das richtige Futter und 8 Tipps

Dein Hund hat Durchfall? Breiiger Kot und häufiger Stuhlgang sind bei Hunden nicht ungewöhnlich. In diesem Beitrag erklären wir dir die häufigsten Ursachen für Durchfall beim Hund. Mit unseren Tipps weißt du, wie du bei Durchfall sinnvoll reagieren kannst. So kannst du deinen Hund unterstützen und ihr kommt beide wieder zur Ruhe.

Ofrieda, 02.06.2023 – Letzte Überprüfung: 08.07.2026

Kapitelübersicht

Definition – Was ist Durchfall?

Die häufigsten Ursachen, warum dein Hund Durchfall hat

Durchfall kommt selten allein: Häufige Begleitsymptome

Tierklinik oder abwarten? Wann dein Hund ärztliche Hilfe braucht

Durchfall bei Welpen und Senioren

Diagnose – So wird dein Durchfallhund untersucht

Von gelb bis grün – Das verraten dir Farbe und Konsistenz

Hat dein Hund akuten oder chronischen Durchfall?

Therapie – Durchfall behandeln

Magenfreundliche Ernährung – Schonkost für Hunde mit Durchfall

8 Tipps – Das hilft deinem Hund

Antworten auf die häufigsten Fragen

Ausblick und Vorsorge bei Durchfall

Durchfall bei Hunden mit Allergien – Das solltest du beachten

Leicht & lecker – Futter für Hunde mit Durchfall

Definition – Was ist Durchfall?

In der Fachsprache bezeichnet man Durchfall als Diarrhö. Der Stuhl hat eine weiche bis flüssige Konsistenz und manchmal ist Blut oder Schleim im Kot zu sehen. Durchfall ist häufig von weiteren Beschwerden begleitet und hat verschiedene Ursachen. In den meisten Fällen hält Durchfall nur wenige Tage an. Dennoch sollte die Entwicklung aufmerksam beobachtet werden.

Die häufigsten Ursachen warum dein Hund Durchfall hat

Durchfall tritt bei Hunden öfter auf und hat unterschiedliche Ursachen. Häufig steckt eine harmlose Ursache dahinter und die Beschwerden klingen nach kurzer Zeit wieder ab. Aber auch Erkrankungen können Diarrhö beim Hund verursachen. Wir nennen dir die häufigsten Ursachen für Durchfall beim Hund:

Ernährungsbedingte Ursachen

Oft haben Hunde Durchfall, weil sie etwas Ungeeignetes fressen oder die Nahrung zu schnell aufnehmen. Das kann die Verdauung belasten und zu weichem Kot führen. Die häufigsten Ursachen aufgrund falscher Ernährung sind:

plötzliche Futterumstellung / neues Futter

zu kaltes oder zu heißes Futter

zu große Portionen

Schlingen oder hastiges Fressen

Trinken von unreinem Wasser (z. B. aus Pfützen)

Fressen von Aas oder Müll vom Wegrand beim Spaziergang

ungeeignete oder für Hunde nicht empfohlene Lebensmittel (z. B. Zwiebeln, Tomaten oder Avocados)

mit Keimen belastetes Futter (z. B. verdorbene Lebensmittel oder rohes Fleisch mit hoher Keimbelastung)

gewürztes Essen

unhygienisches Futter (z. B. rohes Fleisch mit Bakterien)

Erkrankungen

Auch Erkrankungen verursachen Durchfall beim Hund. Parasiten, Infektionen, Allergien oder chronische Erkrankungen können dabei die Auslöser sein. Wir nennen dir die häufigsten Erkrankungen, die Durchfall beim Hund auslösen:

Parasitenbefall (z. B. Giardien, Würmer, Kokzidien)

Infektion mit Bakterien oder Viren (z. B. Salmonellen, Parvovirus, Rotaviren)

Morbus Addison

Infektionskrankheiten (z. B. Leishmaniose, Ehrlichiose)

Hypoproteinämie (Proteinverlust-Enteropathie (PLE)) / Proteinverlust-Syndrom

Reizdarm-Syndrom

Störungen im Bereich der Lymphgefäße (intestinale Lymphangiektasie)

gastrointestinale Neoplasien (gut- oder bösartige Neubildungen von Körpergewebe durch Fehlregulation des Zellwachstums)

Wird die zugrunde liegende Erkrankung behandelt, kann sich auch der Durchfall bessern. Deshalb ist es wichtig, die Ursache des Durchfalls tierärztlich abklären zu lassen.

Weitere Ursachen

Neben der Aufnahme ungeeigneter Nahrung oder Erkrankungen führen auch andere Ursachen zu Durchfall beim Hund. Weitere Ursachen für Durchfall sind:

Stress / Angst / Aufregung

Vergiftungen (z. B. durch Giftköder, Dünger oder Schneckenkorn)

Fremdkörper

Medikamente (z. B. Antibiotika oder bestimmte Schmerzmittel)

Hitze

Impfungen

Im Winter: Fressen von Schnee

Es gibt viele Ursachen für Durchfall beim Hund. Um die passende Behandlung zu finden, ist es wichtig, den Auslöser zu bestimmen.

Durchfall kommt selten allein: Häufige Begleitsymptome

Durchfall beim Hund wird oft von anderen Beschwerden begleitet. Häufig kommen weitere Magen-Darm-Probleme dazu und dein Hund zeigt ein deutliches Unwohlsein. Wir zeigen dir die häufigsten Begleiterscheinungen bei Durchfall:

Begleitende Symptome bei Durchfall:

Bauchschmerzen (Hund in „Gebetshaltung“)

Blähungen

Bauchgrummeln / Bauchgeräusche

Erbrechen

Fieber (erhöhte Körpertemperatur, meist über 39,5 °C)

Abgeschlagenheit bis hin zu Apathie

Appetitlosigkeit

Blut / Schleim im Kot

trockene oder blasse Schleimhäute im Maul (Hinweis auf Flüssigkeitsverlust)

Wichtig: Bei Durchfall besteht die Gefahr der Austrocknung!

Leidet dein Hund unter Durchfall, verliert er viel Flüssigkeit über den Stuhlgang. So kann dein Hund schnell austrocknen. Daher ist es wichtig, dass du ihm viel frisches Wasser anbietest. Eventuell musst du deinen Hund auch zum Trinken animieren.

 

Ob dein Hund dehydriert ist, erkennst du unter anderem an seinen Schleimhäuten im Maul. Sind diese trocken und blass, kann das auf einen Flüssigkeitsmangel hindeuten. Ziehe eine Hautfalte im Nacken deines Hundes leicht hoch. Bildet sich die Falte nicht sofort zurück, kann das ein Hinweis auf Dehydration sein. Bei dir selbst kannst du diesen Test zum Beispiel mit der Haut an deinem Handrücken durchführen.

Tierklinik oder abwarten? Wann du tierärztlichen Rat einholen solltest

Häufig normalisiert sich der weiche Kot von Hunden nach einigen Tagen wieder. Deshalb ist ein Besuch in der Tierklinik nicht immer nötig. Es gibt aber auch Situationen, in denen du dir sofort tierärztliche Hilfe holen solltest. Generell gilt: Wenn du dir unsicher bist, solltest du tierärztlichen Rat einholen.

Situationen, in denen du sofort in die Tierklinik fahren solltest

bei Welpen

bei blutigem Durchfall

bei häufigem oder wiederkehrendem Durchfall

bei starken Begleiterscheinungen (z. B. Erbrechen oder Bauchschmerzen)

wenn dein Hund lethargisch / kraftlos wirkt

wenn dein Hund über 40 °C Fieber hat (Die Normaltemperatur beim Hund liegt bei 38 bis 39 °C.)

wenn du das Gefühl hast, etwas stimmt nicht

wenn die Krankheitsanzeichen länger als zwei Tage anhalten oder sich verschlechtern

wenn du eine Vergiftung vermutest

wenn du eine Dehydration (Austrocknung) vermutest

Wenn die Nacht oder das Wochenende bevorsteht, lass deinen Hund lieber frühzeitig tierärztlich untersuchen. So kannst du offene Fragen rechtzeitig abklären lassen.

Was tun, wenn dein Welpe Durchfall hat?

Durchfall ist bei Welpen keine Seltenheit, da die jungen Hunde neugierig sind und gern alles anknabbern. Dabei fressen sie auch Dinge, die sie nicht vertragen. Dazu gehören zum Beispiel giftige Pflanzen oder unverträgliche Lebensmittel. Aber auch zu fettiges oder ungewohntes Futter führt zu Durchfall bei Welpen. Bei Welpen aus dem Ausland werden zudem häufiger Parasiten oder Infektionen festgestellt. Dadurch leiden die jungen Hunde häufig unter Durchfall. Wenn dein Welpe Durchfall hat, hole dir sofort tierärztliche Hilfe. Welpen haben noch nicht genug Reserven, um den Flüssigkeitsverlust beim Durchfall auszugleichen. Dadurch drohen eine schnelle Dehydration und ein damit verbundener Mangel an wichtigen Elektrolyten. Deshalb kann Durchfall für Welpen lebensgefährlich sein.

Wichtig ist, dass dein Welpe ausreichend mit Flüssigkeit versorgt wird. In der Tierklinik wird er untersucht und je nach Ursache entsprechend behandelt. Bei Bedarf kann eine Infusion eingesetzt werden, um Flüssigkeitsverluste auszugleichen. So erhält dein Welpe die notwendige Unterstützung und weitere Maßnahmen können frühzeitig eingeleitet werden.

Was tun, wenn alte Hunde unter Durchfall leiden?

Im Alter sind Hunde anfälliger für Verdauungsstörungen und Erkrankungen, die zu Durchfall führen können. Häufig sind unzureichende Verdauungsenzyme oder altersbedingte Erkrankungen die Ursache. Dazu zählen zum Beispiel entzündliche Darmerkrankungen (IBD), Bauchspeicheldrüsenentzündungen oder Nierenerkrankungen. Ältere Hunde sind außerdem anfälliger für Futtermittelunverträglichkeiten oder Allergien, die ebenfalls zu Durchfall führen können.

Wenn dein Hund unter Durchfall leidet, solltest du ihn tierärztlich untersuchen lassen. Dort kann die Ursache der Beschwerden abgeklärt und das weitere Vorgehen festgelegt werden. Je nach Ursache kommen beispielsweise eine Anpassung der Ernährung, Medikamente oder andere therapeutische Maßnahmen infrage. So erhält dein Senior die Unterstützung, die er in dieser Situation benötigt.

Diagnose – So wird dein Durchfallhund untersucht

Um die Ursache der Beschwerden einzugrenzen, werden dir in der Tierklinik zunächst einige Fragen zum Gesundheitszustand deines Hundes gestellt. Am besten versuchst du dich an die letzten Tage zu erinnern. Hat dein Hund etwas Bestimmtes gefressen? War er besonders gestresst? Oder wurde dein Hund vielleicht geimpft?

Weitere Fragen, auf die du dich vorbereiten kannst, sind:

Seit wann hat dein Hund Durchfall und wie oft setzt dein Hund Kot ab?

Hatte dein Hund früher schon mal die gleichen Symptome?

Was bekommt dein Hund aktuell zu fressen und wie viele Mahlzeiten erhält er pro Tag?

Fütterst du Leckerlis?

Hast du an der Fütterung kürzlich etwas geändert?

Hat dein Hund eventuell Abfall, Medikamente oder giftige Substanzen gefressen?

Bringe außerdem eine möglichst frische Kotprobe mit. Durch die Untersuchung von Farbe, Konsistenz und Geruch des Kots können erste Hinweise auf mögliche Ursachen gewonnen werden. Unverdaute Nahrungsbestandteile, Fremdkörper, Blut oder Schleim können wichtige Hinweise für die weitere Abklärung liefern. Außerdem ist mithilfe der Kotprobe eine Untersuchung auf Würmer oder andere Krankheitserreger möglich.

Die Untersuchungsergebnisse liefern häufig erste Hinweise auf die Ursache des Durchfalls. Zusätzlich beurteilt man anhand der folgenden Kriterien, ob die Beschwerden eher auf den Dickdarm oder den Dünndarm zurückzuführen sein könnten:

Dickdarmdurchfall beim Hund

vier bis sechsmal häufiger Kotabsatz

verhältnismäßig geringes Volumen an Kot

häufig Blut oder Schleim im Kot

keine unverdauten Bestandteile im Kot

Tenesmus (das heißt anhaltender Drang zum Stuhlgang trotz geringer Stuhlmenge)

Dünndarmdurchfall beim Hund

zwei bis dreimal häufiger Kotabsatz

voluminöser Kot, große Mengen an Kot

selten Blut oder Schleim im Kot

unverdaute Bestandteile im Kot

kein Kotzwang

Auch das Abtasten der Organe und ein Bluttest sind hilfreich für die Diagnose. Fremdkörper oder entzündliche Veränderungen der Darmschleimhaut können bei diesen Untersuchungen erkannt werden. Eine Biopsie ist ebenfalls aufschlussreich. Dabei entnimmt man eine Probe aus der Darmschleimhaut und untersucht diese unter dem Mikroskop. Die Ergebnisse können dann zum Beispiel auf eine entzündliche Darmerkrankung (IBD) hinweisen.

Von gelb bis grün – Das verraten dir Farbe und Konsistenz

Durchfall kann sehr unterschiedlich aussehen. Die Konsistenz ist weich, matschig oder flüssig. Die Farbe des Kots reicht von dunklem Schwarz über Braun bis hin zu hellem Gelb. Farbe, Konsistenz und Häufigkeit des Kots können wichtige Hinweise auf die Ursache des Durchfalls liefern. Schleimiger Durchfall kann unter anderem bei Futtermittelunverträglichkeiten oder Darmerkrankungen auftreten. Gelber Kot kann verschiedene Ursachen haben und wird unter anderem mit Veränderungen im Bereich von Leber, Galle oder Bauchspeicheldrüse in Verbindung gebracht. Auch Blut im Kot kann während des Durchfalls auftreten. Blut im Kot kann verschiedene Ursachen haben, darunter Parasitenbefall, Infektionen oder Verletzungen im Bereich des Verdauungstrakts. Beim Besuch in der Tierklinik ist es hilfreich, wenn du den Durchfall deines Hundes möglichst genau beschreibst. Im besten Fall bringst du eine frische Kotprobe mit. So können wichtige Hinweise auf die Ursache der Beschwerden gewonnen und die weiteren Untersuchungen gezielt geplant werden.

Schleimiger Durchfall beim Hund

Der Darm deines Hundes spielt eine zentrale Rolle bei der Verdauung und der Nährstoffaufnahme. Die Darmschleimhaut produziert Schleim, um den Nahrungsbrei geschmeidiger zu machen und ihn leichter durch den Verdauungstrakt zu transportieren. Eine dünne Schleimschicht ist daher völlig normal und ein natürlicher Bestandteil der Verdauung. Ein einmalig auftretender schleimiger Kot ist in der Regel kein Grund zur Sorge. Der Schleim kann beispielsweise entstehen, wenn dein Hund etwas Ungewohntes frisst.

Wenn dein Hund mehrere Tage lang schleimigen Durchfall hat oder Erbrechen, Appetitlosigkeit, Fieber oder Gewichtsverlust hinzukommen, solltest du handeln. Diese Anzeichen können auf eine ernstere Störung des Magen-Darm-Trakts hinweisen. In solchen Fällen ist es sinnvoll, die Ursache tierärztlich abklären zu lassen, um die passende Behandlung einzuleiten.

Die häufigsten Ursachen für schleimigen Kot beim Hund:

Schleimiger Kot kann unterschiedliche Ursachen haben. Zu den häufigeren Auslösern gehören:

plötzliche Futterumstellung

Stress

Futtermittelunverträglichkeiten oder Allergien

Parasiten wie Würmer, Giardien oder andere Darmparasiten

Infektionen mit Bakterien oder Viren (z. B. Salmonellen oder Parvovirose)

verschiedene Erkrankungen des Verdauungssystems, darunter auch Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder der Leber

Wenn dein Hund schleimigen Durchfall hat, achte auf zusätzliche Symptome wie Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Blut im Kot. Sollte der Durchfall länger als ein bis zwei Tage anhalten oder sich verschlimmern, suche unbedingt eine Tierklinik auf. Dort kann das Team die Ursache mithilfe von Kotproben, Bluttests oder anderen Untersuchungen näher eingrenzen und die weiteren Behandlungsschritte festlegen. In tierärztlicher Absprache kann vorübergehend eine leicht verdauliche Fütterung sinnvoll sein. Als Fütterungsoption kann je nach individueller Situation auch eine Kombination aus Insektenprotein und Reis infrage kommen. Achte darauf, dass dein Hund ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Eine regelmäßige Entwurmung, eine ausgewogene Ernährung und ein möglichst stressarmes Umfeld können dazu beitragen, das Risiko für zukünftige Verdauungsprobleme zu verringern.

Gelber Durchfall beim Hund

Gelber Durchfall bei Hunden kann unterschiedliche Ursachen haben. Deshalb solltest du gelben Kot bei deinem Hund aufmerksam beobachten. Die gelbe Färbung kann auf verschiedene Veränderungen im Verdauungssystem hinweisen, die sowohl harmlose als auch ernstere Ursachen haben können.

Ursachen für gelben Kot beim Hund

Zu den möglichen Ursachen von gelbem Durchfall zählen auch Giardien. Dabei handelt es sich um mikroskopisch kleine Parasiten, die den Darm befallen können und häufig mit Durchfall oder Schleim im Kot einhergehen. Besonders bei jungen oder immungeschwächten Hunden treten Giardien häufiger auf. Sie sind ansteckend und sollten tierärztlich abgeklärt werden. Weitere Informationen zu Giardien beim Hund findest du in diesem Beitrag.

Ein weiterer möglicher Grund für gelben Durchfall sind Leber- und Gallenerkrankungen. Die Leber spielt eine entscheidende Rolle im Stoffwechsel und in der Verdauung. Wenn sie nicht richtig funktioniert oder die Gallenwege blockiert sind, kann dies zu einer gelblichen Färbung des Kots führen. Häufig treten hier auch Begleitsymptome wie Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Schwäche auf.

Auch bei einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) kann gelblicher Durchfall auftreten. Die Bauchspeicheldrüse ist für die Produktion von Enzymen zuständig, die zur Verdauung von Fetten notwendig sind. Eine Fehlfunktion kann zu fettigem, oft gelblich verfärbtem Kot führen, begleitet von Bauchschmerzen und Müdigkeit.

Darminfektionen durch Viren oder Bakterien sind eine weitere mögliche Ursache. Diese können die Darmschleimhaut beeinträchtigen und Verdauungsbeschwerden verursachen.

Manchmal ist gelber Kot jedoch weniger besorgniserregend und schlicht auf die Ernährung zurückzuführen. Bestimmte Lebensmittel können die Farbe des Kots verändern, ohne dass dies ein Zeichen für eine Erkrankung ist. Beispielsweise färben Karotten den Kot orange oder gelb, während Spinat zu grünem Kot führen kann. Diese Färbungen sind in der Regel unbedenklich und du brauchst dir keine Sorgen zu machen.

Blutiger Durchfall beim Hund

Wenn du Blut im Kot deines Hundes findest, fahre sofort in die Tierklinik. Blutiger Kot kann auf ernstere Ursachen hindeuten und sollte daher zeitnah tierärztlich untersucht werden. Es gibt verschiedene Arten von blutigem Durchfall beim Hund. Manchmal ist das Blut frisch und leuchtend rot, während es in anderen Fällen dunkel und teerartig ist. Den dunklen teerfarbenen Kot bezeichnet man als Meläna. Dabei wird das Blut bereits im Magen-Darm-Trakt verdaut und erhält so die dunkle Farbe.

Blutiger Durchfall beim Hund hat verschiedene Ursachen. Virale oder bakterielle Infektionen, Darmparasiten oder entzündliche Darmerkrankungen können zu Blut im Kot führen. Auch Magen- oder Darmgeschwüre und -tumore können die Ursache für blutigen Durchfall sein.

Häufig wird blutiger Durchfall von weiteren Symptomen wie Erbrechen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen und Dehydration begleitet. Hole dir sofort einen tierärztlichen Rat ein, wenn du Blut im Kot deines Hundes siehst.

Hat dein Hund akuten oder chronischen Durchfall?

Nicht jeder Durchfall verläuft gleich. Man unterscheidet zwischen akutem und chronischem Durchfall. Wir erklären dir die wichtigsten Unterschiede.

Akuter Durchfall bei Hunden

Fast jeder Hund leidet in seinem Leben mehrmals unter akutem Durchfall. Neben Erbrechen ist akuter Durchfall einer der häufigsten Gründe, weshalb Hunde in die Tierklinik kommen. Akute Diarrhö tritt plötzlich auf und hält meist nur wenige Tage an. Dabei hat der Kot häufig eine breiige bis wässrige Konsistenz. Wenn dein Hund keine oder nur leichte Begleiterscheinungen zeigt, ist ein Besuch in der Tierklinik nicht immer notwendig. Oft kann es sinnvoll sein, deinem Hund Ruhe zu gönnen und vorübergehend auf eine leicht verdauliche Fütterung zu achten. Viele Hunde erholen sich innerhalb weniger Tage wieder.

Bei akutem Durchfall besteht allerdings die Gefahr der Dehydration. Dein Hund verliert viel Flüssigkeit über den Kot, wodurch es zur Austrocknung kommen kann. Daher ist es wichtig, dass dein Hund viel trinkt. Wenn dein Hund dehydriert ist oder starke Begleiterscheinungen hat, suche sofort eine Tierklinik auf.

Chronischer Durchfall – Immer wiederkehrender Durchfall beim Hund

Dein Hund hat immer wieder Durchfall? Chronischer Durchfall hat verschiedene Ursachen, weshalb eine Diagnose schwierig ist. Um die Ursache von chronischem Durchfall zu ermitteln, ist eine umfangreiche Untersuchung nötig. Meistens sind chronische Krankheiten die Auslöser für wiederkehrenden Durchfall. Dazu zählen zum Beispiel Bauchspeicheldrüsenerkrankungen (EPI oder Pankreatitis), entzündliche Darmerkrankungen (IBD), Leber- oder Nierenerkrankungen.

Auch eine Futtermittelunverträglichkeit oder eine Allergie können die Ursache für chronischen Durchfall sein. Häufig treten zusätzlich Symptome wie Juckreiz oder Erbrechen auf. Wenn du eine Futtermittelallergie oder Unverträglichkeiten bei deinem Hund vermutest, hole dir einen tierärztlichen Rat ein. Eine Ausschlussdiät wird häufig eingesetzt, um mögliche Futtermittelreaktionen näher zu untersuchen. Je nach Untersuchungsergebnis kann eine Umstellung auf ein hypoallergenes Hundefutter sinnvoll sein. Weitere Infos über hypoallergenes Hundefutter findest du in unserem Blog.

Wenn dein Hund immer wieder Durchfall hat, fahre dringend in eine Tierklinik. Eine tierärztliche Abklärung hilft dabei, die Ursache einzugrenzen und geeignete Maßnahmen auszuwählen.

Überblick – Akuter und chronischer Durchfall beim Hund

Akuter Durchfall

nicht ungewöhnlich, häufig mit vorübergehender Ursache

tritt plötzlich auf

hält nur wenige Tage an

ein Besuch in der Tierklinik ist nicht immer nötig

Chronischer Durchfall

mögliche Ursachen sind unter anderem chronische Erkrankungen, Unverträglichkeiten oder Allergien

tritt immer wieder auf (wiederholt sich in kurzen Abständen)

hält über einen längeren Zeitraum an

eine Abklärung der Ursache ist wichtig für die weiteren Maßnahmen

Therapie – Was bei Durchfall helfen kann

In vielen Fällen klingt akuter Durchfall nach kurzer Zeit wieder ab. Unterstütze deinen Hund in dieser Zeit mit Ruhe und einer leicht verdaulichen Fütterung. Du kannst zum Beispiel Schonkost zubereiten oder in tierärztlicher Absprache ein geeignetes Diätfutter einsetzen. Am besten teilst du die Mahlzeiten in mehrere kleine Portionen auf, da kleinere Mengen oft besser vertragen werden. Eventuell ist ein Fastentag sinnvoll. Dabei erhält dein Hund 24 Stunden lang nichts zu fressen. Lasse das allerdings vorher tierärztlich abklären. Wenn dein Hund bereits sehr geschwächt ist, raten wir von einem Fastentag ab.

Da dein Hund durch den Durchfall Flüssigkeit verliert, sollte er ausreichend trinken. Sorge dafür, dass dein Hund immer sauberes Wasser zur Verfügung hat, und ermuntere ihn zum Trinken. Wenn du sichergehen willst, dass das Wasser keine Bakterien enthält, koche es vorher ab. Das tötet gegebenenfalls vorhandene Bakterien ab. Einige Hunde trinken neben Wasser auch gerne abgekühlten Fenchel- oder Kamillentee. Achte aber darauf, dass du das Wasser und den Tee vorher abkühlen lässt.

Ist dein Hund bereits dehydriert, fahre sofort in die Tierklinik. Dort erhält dein Hund bei Bedarf eine Flüssigkeitstherapie, um Flüssigkeitsverluste auszugleichen. Das behandelt nicht die Ursache des Durchfalls, dient jedoch dazu, den Flüssigkeitshaushalt zu stabilisieren. Je nach Befund können weitere unterstützende Maßnahmen empfohlen werden. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab.

Ist eine Erkrankung die Ursache für den Durchfall deines Hundes, richtet sich die Therapie nach der Diagnose. Je nach Ursache kommen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten infrage. Ist dein Hund beispielsweise von Würmern befallen, erhält er ein entsprechendes Antiparasitikum. Hat dein Hund eine Futtermittelallergie, kann die Anpassung der Fütterung sinnvoll sein. Ist eine chronische Erkrankung der Auslöser für den Durchfall, kann eine langfristige Therapie erforderlich sein. Die weiteren Maßnahmen richten sich nach der zugrunde liegenden Ursache.

Schonkost für Hunde mit Durchfall

Wenn dein Hund unter Durchfall leidet, kann vorübergehend eine angepasste Fütterung sinnvoll sein. Zu den häufig genannten Schonkost-Rezepten gehört beispielsweise die Morosche Karottensuppe. Viele Hunde erhalten bei Durchfall vorübergehend leicht verdauliche Mahlzeiten. Wenn dein Hund aktuell ein spezielles Diätfutter bekommt, prüfe bitte vorher, ob du auf eine Schonkost umstellen kannst. Hole dir im Zweifel tierärztlichen Rat ein.

Einfache Schonkost-Rezepte und Antworten auf Fragen rund um die Schonkost-Fütterung findest du in diesem Beitrag.

8 Tipps – Das hilft deinem Hund

Akuter Durchfall ist anstrengend für dich und deinen Hund. Ständig müsst ihr raus und sogar nachts findet ihr keine Ruhe. Wir zeigen dir acht praktische Tipps, die dir im Umgang mit Durchfall helfen können.

Ruhe und Erholung

Durchfall ist anstrengend für deinen Hund. Er benötigt jetzt viel Ruhe und Erholung. Gehe dennoch weiterhin mit ihm spazieren. Passe dich dabei der Geschwindigkeit deines Hundes an und gehe nur eine kleine Runde. Leichte Bewegung wird von vielen Hunden gut vertragen.

Wenn du Kinder hast, erkläre ihnen, dass euer Hund krank ist. Viele Kinder verstehen die Situation und zeigen Mitgefühl. So können sie besser nachvollziehen, dass euer Hund viel Schlaf und Ruhe benötigt.

Keine Snacks

Bei Durchfall reagiert die Verdauung häufig empfindlicher als gewohnt. Bei akutem Durchfall kann es deshalb sinnvoll sein, vorübergehend auf Kauartikel und Leckerlis zu verzichten. Zusätzliche Snacks können die Fütterung in dieser Phase erschweren.

Bei Hunden mit Allergien können Leckereien außerdem unverträgliche Zutaten enthalten und dadurch zu weiteren Beschwerden beitragen.

Wasser mit Salz oder Elektrolytlösung

Bei Durchfall verliert dein Hund Flüssigkeit und Elektrolyte. Je nach Situation können spezielle Elektrolytlösungen für Hunde sinnvoll sein. Diese sind im Fachhandel oder in der Tierklinik erhältlich und dienen dazu, Flüssigkeits- und Elektrolytverluste auszugleichen. Welche Lösung geeignet ist und ob dein Hund Elektrolyte bekommen darf, sollte im Zweifel tierärztlich abgeklärt werden.

Fenchel- oder Kamillentee mit Traubenzucker

Fenchel- oder Kamillentee werden häufig als Hausmittel genannt. Manche Hunde nehmen abgekühlten Tee neben Wasser gerne an. In tierärztlicher Absprache kann dem Tee auch etwas Traubenzucker zugesetzt werden. Welche Menge und ob das für deinen Hund sinnvoll ist, sollte vorher tierärztlich abgeklärt werden.

 

Bitte beachte, dass es sich hierbei um Hausmittel handelt. Tee mit Traubenzucker ersetzt keine tierärztliche Untersuchung oder Behandlung deines Hundes.

Leinsamen und Flohsamenschalen

Flohsamenschalen und Leinsamen werden häufig im Zusammenhang mit Durchfall und empfindlicher Verdauung genannt. Beide können Wasser binden und enthalten natürliche Ballaststoffe. Leinsamen enthalten zudem natürliche Schleimstoffe und Öle. Ob ihr Einsatz für deinen Hund sinnvoll ist, solltest du insbesondere bei anhaltenden Beschwerden tierärztlich abklären.

Kohletabletten als Hausmittel für Hunde mit Durchfall

Kohletabletten werden häufig bei Durchfall eingesetzt. Sie können bestimmte Stoffe im Verdauungstrakt binden und werden auch im Zusammenhang mit Vergiftungen verwendet. Kläre die Dosierung der Kohletabletten vorher tierärztlich ab. Sprich also immer erst mit einer Tierärztin oder einem Tierarzt, bevor du deinem Hund Kohletabletten gibst. Kläre außerdem zunächst die Ursache des Durchfalls.

 

Beachte außerdem, dass Durchfall und Erbrechen wichtige Reaktionen des Körpers sein können. Deshalb solltest du nicht vorschnell zu Hausmitteln greifen, sondern die Ursache der Beschwerden abklären lassen.

Nulldiät – Ein Tag fasten

In manchen Fällen kann bei Durchfall eine vorübergehende Nulldiät sinnvoll sein. Das bedeutet, dass dein Hund 24 Stunden lang fastet und nichts zu fressen bekommt. Während dieser Zeit wird vorübergehend auf die Fütterung verzichtet.

 

Achtung: Für Welpen, Senioren oder bereits geschwächte Hunde ist eine Nulldiät nicht geeignet. Bei diesen Hunden ist eine tierärztliche Abklärung besonders wichtig.

Langsamer Einstieg

Wenn der Kot deines Hundes wieder fest ist, rühre den Mahlzeiten langsam das gewohnte Futter unter. Mische das Futter wie bei einer Futterumstellung Schritt für Schritt unter die Schonkost. Füttere weiterhin mehrere kleine Mahlzeiten am Tag. So hat die Verdauung deines Hundes genügend Zeit, um sich an das alte Futter zu gewöhnen.

Wenn du während des Durchfalls ein bedarfsdeckendes Diätfutter gefüttert hast, musst du nicht unbedingt auf das alte Futter umstellen. Ob eine Rückumstellung sinnvoll ist, hängt vom verwendeten Futtermittel und der individuellen Situation deines Hundes ab. 

 

Unsere Sorte Schonkost ist beispielsweise ein Diät-Alleinfuttermittel und wurde für besondere Ernährungszwecke bei entsprechenden Verdauungsstörungen entwickelt.

Antworten auf die häufigsten Fragen

Durchfall beim Hund kann sehr beunruhigend sein. Damit du bei Durchfall gut informiert bist, haben wir die häufigsten Fragen zum Thema zusammengefasst.

Was hilft schnell bei Durchfall beim Hund?

Wenn Hunde Durchfall haben, sind Ruhe und Erholung oft sinnvoll. Achte außerdem darauf, dass dein Hund ausreichend trinkt. In tierärztlicher Absprache kann vorübergehend eine leicht verdauliche Fütterung sinnvoll sein.

 

Ist eine Erkrankung die Ursache für den Durchfall oder besteht der Verdacht darauf, solltest du tierärztlichen Rat einholen. Die weitere Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache.

Ist Durchfall beim Hund ansteckend?

In den meisten Fällen ist Durchfall beim Hund nicht ansteckend. Sind Parasiten oder Infektionen die Ursache, können diese allerdings ansteckend sein. Einige Krankheitserreger können auch auf den Menschen übertragen werden. Achte daher auf eine gute Hygiene. Nach jedem Kontakt mit deinem Hund solltest du dir gründlich die Hände waschen. Spüle die Näpfe deines Hundes außerdem mit heißem Wasser aus. Wenn dein Hund in die Wohnung gemacht hat, reinige und desinfiziere die kotverschmutzten Flächen und Textilien gründlich. So reduzierst du das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern.

Wie sieht Hundekot bei Giardien aus?

Giardien sind winzige Parasiten, die den Darmtrakt von Hunden befallen. Bei einer Giardien-Infektion kann der Kot gelblich oder grünlich verfärbt sein und unangenehm riechen. Manchmal ist auch Schleim oder Blut im Kot enthalten. Solche Veränderungen können verschiedene Ursachen haben. Halten die Beschwerden an, verschlimmern sie sich oder treten weitere Symptome auf, solltest du deinen Hund tierärztlich untersuchen lassen. Nur so lässt sich klären, ob tatsächlich eine Giardien-Infektion vorliegt und welche Behandlung sinnvoll ist.

Das Bild wurde zur Verfügung gestellt durch die Tierarztpraxis Birgit Dumhart.

Wie lange hat ein Hund Durchfall?

Wie lange dein Hund Durchfall hat, hängt von der Ursache ab. In vielen Fällen klingt akuter Durchfall innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder ab. Wenn dein Hund länger Durchfall hat oder starke Beschwerden auftreten, hole dir umgehend tierärztlichen Rat ein.

Wann wird Durchfall gefährlich beim Hund?

Durchfall tritt bei Hunden häufig auf und ist in vielen Fällen vorübergehend. Allerdings verliert dein Hund dabei Flüssigkeit und wichtige Nährstoffe wie Natrium, Chlorid oder Kalium. Ein starker Flüssigkeitsverlust kann zu einer Dehydration führen, die insbesondere für Welpen, ältere oder geschwächte Hunde gefährlich werden kann.

 

Außerdem kann Durchfall ein Anzeichen für ernstere Erkrankungen sein. Lasse die Ursache daher möglichst früh tierärztlich abklären. So können die weiteren Untersuchungs- und Behandlungsschritte gezielt geplant werden.

Warum hat mein Hund immer wieder Durchfall?

Wiederkehrender Durchfall kann ein Anzeichen einer chronischen Erkrankung sein. Häufig treten zusätzlich weitere Beschwerden wie Erbrechen auf. Beispiele für chronische Erkrankungen, die mit wiederkehrendem Durchfall einhergehen können, sind:

Bauchspeicheldrüseninsuffizienz (EPI)
entzündliche Darmerkrankung (IBD)
Leberinsuffizienz
Niereninsuffizienz

Wenn dein Hund immer wieder Durchfall hat, suche umgehend eine Tierklinik auf. Dort kann die Ursache näher abgeklärt und das weitere Vorgehen festgelegt werden.

Wie erkenne ich, ob mein Hund dehydriert ist?

Wenn dein Hund Durchfall hat, verliert er über den Kot viel Flüssigkeit. Dadurch besteht die Gefahr einer Austrocknung. Trockene und blasse Maulschleimhäute können auf eine Dehydration hindeuten. Ein weiterer Hinweis kann der Hautfaltentest sein: Ziehe dazu eine Hautfalte im Nacken deines Hundes leicht hoch. Bildet sie sich nur langsam zurück, kann das auf eine Dehydration hindeuten. Animiere deinen Hund zum Trinken und achte darauf, dass ihm jederzeit frisches Wasser zur Verfügung steht.

 

Wenn dein Hund bereits viel Flüssigkeit verloren hat und stark dehydriert ist, fahre sofort in die Tierklinik. Dort kann der Flüssigkeitsverlust bei Bedarf mithilfe einer Infusion ausgeglichen werden.

Woran erkenne ich, dass mein Hund Bauchschmerzen hat?

Durchfall wird häufig von allgemeinem Unwohlsein und Bauchschmerzen begleitet. Ob dein Hund Bauchschmerzen hat, erkennst du an verschiedenen Anzeichen. Die Hunde ziehen sich zurück und sind sehr ruhig. Sie bewegen sich nur langsam und steif, so als würde jeder Schritt wehtun. Möglicherweise krümmt dein Hund seinen Rücken auf oder nimmt eine ungewöhnliche Position ein. Viele Hunde nehmen zum Beispiel die Gebetshaltung ein. Dabei streckt sich dein Hund weit nach vorne, sodass sein Oberkörper den Boden berührt. Sein Hinterteil streckt er dabei in die Höhe und es sieht so aus, als würde er beten. Daher der Name Gebetsstellung. Die Gebetsstellung bedeutet aber nicht immer, dass dein Hund Bauchschmerzen hat. Vielleicht musste er sich auch nur einmal ordentlich strecken. Beobachte deinen Hund aufmerksam. Treten mehrere dieser Anzeichen gleichzeitig auf, können sie auf Bauchschmerzen hindeuten.

Wenn dein Hund Bauchschmerzen hat, schaffe eine ruhige Umgebung für ihn, in der er sich sicher fühlt. Eine Wärmequelle, zum Beispiel eine lauwarme Wärmflasche, kann die Bauchmuskeln entspannen. Achte darauf, dass sie nicht zu heiß ist und dein Hund ihr jederzeit ausweichen kann. Wenn dein Hund Berührungen zulässt, kannst du seinen Bauch sanft streicheln. Hat dein Hund starke Bauchschmerzen, solltest du ihn tierärztlich untersuchen lassen. Ob schmerzlindernde Medikamente sinnvoll sind, entscheidet die Tierärztin oder der Tierarzt.

Mein Hund hat Durchfall und macht in die Wohnung – Was soll ich tun?

Wenn dein Hund Durchfall hat, kann es passieren, dass er in die Wohnung macht. Zuerst solltest du nicht böse auf deinen Hund sein. Dein Hund macht nur in die Wohnung, weil er den Kot gerade nicht halten kann. Wichtig ist, dass du für viel Ruhe sorgst und ihn nicht bestrafst. Versuche, mit deinem Hund möglichst oft nach draußen zu gehen, damit er sich dort lösen kann. Wenn du einen Garten hast, kannst du die Tür offenlassen, damit dein Hund jederzeit nach draußen kann.

 

Wenn dein Hund Durchfall aufgrund von Parasiten, Viren oder Bakterien hat, solltest du verschmutzte Bereiche gründlich reinigen und desinfizieren. So reduzierst du das Risiko einer Ansteckung für Menschen und andere Tiere im Haushalt.

Ausblick – Verlauf von Durchfall beim Hund

Akuter Durchfall verläuft bei Hunden in vielen Fällen vorübergehend und klingt nach wenigen Tagen wieder ab. Liegt dem Durchfall eine chronische Erkrankung oder eine Futtermittelallergie zugrunde, kann eine längerfristige Behandlung oder Anpassung der Fütterung erforderlich sein. Mit einer tierärztlichen Betreuung und einer auf die Ursache abgestimmten Behandlung lassen sich viele Hunde langfristig gut begleiten.

Vorsorge – Durchfall beim Hund vorbeugen

Mit einigen einfachen Maßnahmen kannst du das Risiko für Durchfall bei deinem Hund verringern. Eine gute Hygiene ist dabei besonders wichtig. Die Futter- und Trinknäpfe deines Hundes sollten regelmäßig gereinigt werden. Wenn du mehrere Hunde im Haushalt hast, empfiehlt sich für jeden Hund ein eigener Futter- und Wassernapf. So verringerst du das Risiko einer Übertragung von Krankheitserregern.

Fütterungsfehler wie ungeeignetes oder verdorbenes Futter sind eine häufige Ursache für Durchfall. Achte daher auf das Haltbarkeitsdatum und wähle ein Futter, das zu den individuellen Bedürfnissen deines Hundes passt. Hat dein Hund einen sensiblen Magen, können mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt sinnvoll sein. Vermeide außerdem plötzliche Futterumstellungen.

Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen helfen dabei, mögliche Gesundheitsprobleme frühzeitig zu erkennen. Sprich außerdem mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt über ein geeignetes Parasitenmanagement für deinen Hund.

Kann man Hunde gegen Durchfall-Erkrankungen impfen lassen?

Es gibt keine spezifische Impfung gegen Durchfallerkrankungen, da Durchfall verschiedene Ursachen haben kann. Impfungen für Hunde schützen vor bestimmten Infektionskrankheiten, die unter anderem mit Durchfall einhergehen können. Dazu gehört beispielsweise die Impfung gegen Parvovirose. Welche Impfungen für deinen Hund sinnvoll sind, solltest du mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt besprechen.

Durchfall bei Hunden mit Allergien – Das solltest du beachten

Durchfall kann ein Anzeichen für Futtermittelallergien oder -unverträglichkeiten sein. Manche Hunde reagieren auf bestimmte Futterbestandteile unter anderem mit Durchfall, Erbrechen oder Juckreiz. Wenn du eine Futtermittelallergie bei deinem Hund vermutest, hole dir tierärztlichen Rat ein. Zur weiteren Abklärung kann eine Ausschlussdiät sinnvoll sein. Bestätigt sich der Verdacht auf eine Futtermittelallergie oder -unverträglichkeit, kann eine entsprechende Anpassung der Fütterung oder den Einsatz eines geeigneten Diätfuttermittels sinnvoll sein.

 

Beachte außerdem, dass Hunde im Laufe ihres Lebens neue Futtermittelallergien oder -unverträglichkeiten entwickeln können. Das bedeutet, dass sie auch auf ein Futter reagieren können, das sie zuvor gut vertragen haben.

Diät-Alleinfuttermittel für Hunde mit besonderen Ernährungsbedürfnissen

Leidet dein Hund unter Durchfall, kann je nach Ursache neben der tierärztlichen Behandlung auch eine angepasste Fütterung sinnvoll sein. Unsere Schonkost ist ein Diät-Alleinfuttermittel für adulte Hunde. Die Rezeptur kombiniert Insekten und Reis und hat einen reduzierten Fettgehalt. Reis gilt als leicht verdaulich, weshalb das Futter auch für sensible Hunde geeignet ist. Die schmackhafte Rezeptur wird von vielen Hunden gerne angenommen.

Verträgt dein Hund keinen Reis, kann – je nach individueller Situation – auch unsere Sorte Patentrezept infrage kommen.

Kundinnen & Kunden mit glücklichen Hunden